Über Jod

Aufgrund des extremen Ansturms auf Jod war dieses weltweit schnell ausverkauft.

Wir haben bereits über das "Notfallprotokoll" aufgrund des extremen Anstiegs der Bestellungen geschrieben.
Wir haben wieder Jodprodukte auf Lager.
Wir alle haben es natürlich gelesen oder gehört: Der russische Präsident Wladimir Putin hat seiner Armee befohlen, „nukleare Abschreckungsmittel“ in Alarmbereitschaft zu versetzen. Es dauerte nicht lange, bis bei vielen Menschen offenbar Panik ausbrach, denn am Montag kam es in den Niederlanden und Belgien zu einem Ansturm auf Jodtabletten. Einige Tage später kam es im größten Kernkraftwerk Europas zu einem Brand und Kämpfen. Dies scheint schnell unter Kontrolle gebracht worden zu sein.
In Belgien können die Einwohner bereits seit einigen Jahren kostenlose Jodtabletten erhalten, und am Montag nutzten etwa 30.000 Belgier diese Möglichkeit, indem sie sie in Apotheken abholten. Dabei muss auch gesagt werden, dass es laut Spezialisten immer gut ist, diese Tabletten im Haus zu haben, aber bei einem nuklearen Angriff sind sie nutzlos.
Auch in den Niederlanden ist die Nachfrage nach Jodtabletten seit Sonntag enorm gestiegen, so das Centraal Bureau Drogisterijbedrijven. Es wird jedoch nicht gemeldet, wie viele und wo diese Jodtabletten verkauft wurden oder werden. Es gibt jedoch Drogerien wie Kruidvat und Trekpleister, die seit über einem Jahr keine Jodtabletten mehr im Regal haben. Wie dies bei anderen Drogerien wie Etos oder unabhängigen Drogerien aussieht, ist nicht bekannt.
Laut einem Sprecher des Centraal Bureau Drogisterijbedrijven werden Kaliumjodidtabletten an Personen abgegeben, die in einer bestimmten Entfernung zu einem Kernkraftwerk wohnen. Drogerien helfen bei der Verteilung dieser Tabletten, verkaufen sie aber im Allgemeinen nicht. Neben den Geschäften haben auch Vertriebsunternehmen keine Jodtabletten auf Lager.
Im Juli 2021 erhielten alle Personen bis einschließlich 40 Jahre in den Niederlanden, die im ersten Ring um die Kernkraftwerke Borssele (bis 20 km), Doel (bis 20 km) und Emsland (bis 25 km) wohnen, neue Jodtabletten. Diese ersetzten die Jodtabletten, die zwischen 2010 und 2015 verteilt wurden.
Auf der Website der Rijksoverheid.nl ist Folgendes zu lesen: Bei einem Nuklearunfall können radioaktive Stoffe freigesetzt werden, die sich über die Luft ausbreiten. Einer dieser Stoffe ist radioaktives Jod. Radioaktives Jod kann durch Einatmen in den Körper gelangen und von der Schilddrüse aufgenommen werden.
Rund 1,2 Millionen Haushalte in der Umgebung eines Kernreaktors oder Kernkraftwerks in den Niederlanden haben Jodtabletten zu Hause. Die Wahrscheinlichkeit eines Nuklearunfalls ist sehr gering. Aber wenn er eintritt, sind die Jodtabletten sofort zur Hand. Das spart wertvolle Zeit.



